Vom Schulungsgebäude zum Hornberg-Hostel

Wie aus einem Teil der früheren Segelflugschule eine Gruppenunterkunft wurde

Das Hornberg-Hostel ist aus Gebäuden der früheren Segelflugschule am Hornberg bei Schwäbisch Gmünd hervorgegangen. Der Standort ist seit den 1920er-Jahren mit dem Segelflug verbunden; die dortigen Gebäude dienten über Jahrzehnte der Ausbildung, Unterbringung und gemeinschaftlichen Arbeit von Flugschülern und Luftsportlern.

Eine entscheidende Veränderung brachte der Eigentümerwechsel des Flugplatzgeländes: Bis 2015 gehörte es dem Baden-Württembergischen Luftfahrtverband, seit 2016 wird der Platz von der Fliegergruppe Schwäbisch Gmünd gemeinsam mit der Fliegergruppe Waldstetten betrieben. Im Zuge der Neuordnung wurden Bereiche, die für den laufenden Flugbetrieb nicht mehr in der bisherigen Form benötigt wurden, einer neuen Nutzung zugeführt.

Aus einem ehemaligen Übernachtungsgebäude entwickelten die Betreiberfamilien Calvin und Nagel das Hornberg-Hostel. Die vorhandenen Zimmer, Schulungs- und Gemeinschaftsräume wurden modernisiert und für Gruppen, Schulklassen, Vereine, Seminare und private Aufenthalte eingerichtet. Das Konzept knüpfte damit an die frühere Gemeinschaftsnutzung des Hauses an, löste es jedoch organisatorisch vom Ausbildungsbetrieb der Segelflugschule.

Heute präsentiert sich das Haus als Selbstversorger- und Gruppenunterkunft unmittelbar neben dem Segelflugplatz und am Naturschutzgebiet Kaltes Feld. Charakteristisch ist die Verbindung von historischer Bausubstanz, funktionalen Gemeinschaftsräumen und der landschaftlich ruhigen Lage. So steht das Hornberg-Hostel für eine behutsame Umnutzung: Ein Gebäude mit luftfahrthistorischem Hintergrund erhielt eine neue, touristische und gesellschaftliche Aufgabe, ohne den Bezug zum Ort zu verlieren.